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Portugal: Das Land der tausenden Kamelien

Portugal, das Land der Kamelien? – Das sollte man zunächst gar nicht glauben wollen, aber es ist tatsächlich so.

Die älteste Kamelie im Garten Quinta de Aveleda

Im Norden von Portugal steht sogar eine der ältesten Kamelien. Sie ist mit über 240 Jahren in einem Privatgarten als riesig großer Baum zu bewundern. Wie kommt es also, dass genau hier derart außergewöhnliche Exemplare zu sehen sind?

Die Kamelien sind ursprünglich in Ostasien beheimatet und eng mit dem Teestrauch verwandt. Sie wurden nach Georg Josef Kamel benannt, einem deutschen Jesuitenpater, der in Manila arbeitete.

Gartenanlage der Quinta de Villar d´Allen

Zwar rühmten sich die Engländer, die ersten Kamelien um 1750 nach Europa gebracht zu haben, aber auch in Nordportugal finden sich Kamelienbäume, die über 200 Jahre alt sind. Auch wächst hier eine Fülle von eigenen international anerkannten Kamelienarten. Portugal ist ein bedeutender Standort für die Teegewächse in Europa. Übrigens hat Alexandre Dumas  die Pflanze, die im 19. Jahrhundert bei der Aristokratie sehr beliebt war, in seinem Buch „Die Kameliendame“ verewigt. Der Roman war Vorlage für Verdis Oper „La traviata“.

Doch was macht den Norden von Portugal noch so interessant?

Jahrhunderte alte Bäume im Garten des ehemaligen Klosters Landim

Wenn man in Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals startet, dann überzeugt als erstes die herbe Schönheit des Fleckens. Der Wohlstand der Stadt lag im Handel. Das merkt man, wenn man am Börsenpalast in das Altstadtviertel Ribeira gelangt. Und schon im Kreuzgang der Kathedrale stoßen wir auf die ersten Azulejos, die Prachtfliesen, die in blau-weiß gehalten sind. Weiter geht es zur Quinta de Villar d´Allen mit einem außergewöhnlich schönem Garten voll blühender Kamelien.

Doch auch ein Blick auf den Friedhof, dem Cemitério de Agramonte ist interessant.

Park Palacio de Cristal

Die Begräbniskultur zeigt die Bestattung in kleinen Häuschen, die mit Kamelienhecken und Kameliensträuchern umgeben sind. Sehr empfehlenswert ist auch der Park Palacio de Cristal, der herrliche Ausblicke auf den Douro und das Meer bietet.

Im Garten des Klosters Landim

Und noch weiter im Norden erwartet uns der Garten der Familie Guedes, die Quinta da Aveleda bei Penafiel mit einer der ältesten Kamelien des Landes (siehe erstes Foto ganz oben). Und wenn dann noch Zeit ist, sollte man den Garten des ehemaligen Klosters Landim mit seinen Kamelien und jahrhundertealten Bäumen aufsuchen. – Die Kulturhauptstadt Europas 2012 war Guimaraes, ganz in der Nähe. Ein Besuch lohnt sich!

Treppenanlage an der Wallfahrtskirche Bom Jesus

Touritipp: In Braga sollte man auf jeden Fall die Wallfahrtskirche Bom Jesus  mit der außergewöhnlichen Treppenanlage ansehen. Wenn möglich, sollte ebenfalls in Celorico de Basto die Casa do Campo, ein typisches Beispiel für ein nordportugiesisches Adelshaus mit toller Gartenanlage besucht werden. – Beste Reisezeit, um die Gartenanlagen in voller Blüte zu erleben, ist Ende März.

Unser Tipp: Casa do Campo in Celorico de Basto, Tel 00351-255 361 231

www.casadocampo.pt

 

 

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